Auftragsdatenverarbeitung PVCRM


Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung gemäß § 11 BDSG zwischen dem Kun-den ( auch Auftraggeber genannt )und der PVCRM GmbH ( auch Auftragnehmer ge-nannt )

1. Allgemeines

1.1. Der Auftragnehmer verarbeitet personenbezogene Daten im Auftrag des Auftragge-bers. Der Auftraggeber hat den Auftragnehmer im Rahmen der Sorgfaltspflichten des § 11 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) als Dienstleister ausgewählt. Voraus-setzung für die Zulässigkeit einer Datenverarbeitung im Auftrag ist, dass der Auf-traggeber dem Auftragnehmer den Auftrag schriftlich erteilt. Dieser Vertrag enthält nach dem Willen der Parteien und insbesondere des Auftraggebers den schriftlichen Auftrag zur Auftragsdatenverarbeitung i.S.d. § 11 BDSG und regelt die Rechte und Pflichten der Parteien im Zusammenhang mit der Datenverarbeitung.
1.2. Sofern in diesem Vertrag der Begriff „Datenverarbeitung“ oder „Verarbeitung“ (von Daten) benutzt wird, wird damit allgemein die Verwendung von personenbezogenen Daten verstanden. Eine Verwendung personenbezogener Daten umfasst insbeson-dere die Erhebung, Speicherung, Übermittlung, Sperrung, Löschung sowie das Anonymisieren, Pseudonymisieren, Verschlüsseln oder die sonstige Nutzung von Daten.

2. Gegenstand der Vereinbarung

Der Auftrag des Auftraggebers an den Auftragnehmer umfasst folgende Arbeiten und/oder Leistungen:

Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag (nachfolgend auch „ADV“) er-gänzt den zwischen den Parteien geschlossenen Vertrag inkl. sämtlicher bestehen-der oder künftiger Zusatzvereinbarungen oder sonstiger ergänzender Vereinbarun-gen (nachstehend „Hauptvertrag“ genannt).

Soweit der Auftragnehmer im Zusammenhang mit der Erfüllung seiner Leistungs-verpflichtung aus dem Hauptvertrag für den Auftraggeber personenbezogene Daten (nachfolgend auch „Daten“) erhebt, verarbeitet oder nutzt bzw. der Zugriff auf solche Daten nicht ausgeschlossen werden kann, regeln sich die Datenschutzanforderun-gen an den Umgang mit diesen Daten nach dieser ADV.

Soweit sich die Konkretisierung einzelner Teile der ADV erst aus Einzelvereinbarun-gen, Aufträgen, Leistungsscheinen, Pflichtenheften etc. (Einzelauftrag) ergibt, sind die entsprechenden Datenschutzanforderungen in gesonderten Einzelvereinbarun-gen zur Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag zum jeweiligen Einzel-auftrag (Einzel-ADV) zu konkretisieren. In diesem Fall darf der Umgang mit perso-nenbezogenen Daten des Auftraggebers erst nach Abschluss einer vollständigen Einzel-ADV hierfür erfolgen.

3. Rechte und Pflichten des Auftraggebers

3.1. Der Auftraggeber ist verantwortliche Stelle (§ 3 Abs. 7 BDSG) für die Verarbeitung von Daten im Auftrag durch den Auftragnehmer. Die Beurteilung der Zulässigkeit der Datenverarbeitung obliegt allein dem Auftraggeber. Dem Auftragnehmer steht nach Ziff. 4.6 das Recht zu, den Auftraggeber auf seiner Meinung nach rechtlich un-zulässige Datenverarbeitungen hinzuweisen.
3.2. Der Auftraggeber ist als verantwortliche Stelle für die Wahrung der Betroffenenrech-te verantwortlich. Betroffenenrechte sind gegenüber dem Auftraggeber wahrzuneh-men. Der Auftragnehmer wird den Auftraggeber unverzüglich darüber informieren, wenn Betroffene ihre Betroffenenrechte gegenüber dem Auftragnehmer geltend ma-chen.
3.3. Der Auftraggeber hat sich vor Beginn der Datenverarbeitung und sodann regelmä-ßig von der Einhaltung der beim Auftragnehmer getroffenen technischen und orga-nisatorischen Maßnahmen zur Datensicherheit zu überzeugen. Der Auftraggeber wird das Ergebnis in geeigneter Weise dokumentieren.
3.4. Der Auftraggeber hat das Recht, jederzeit ergänzende Weisungen über Art, Umfang und Verfahren der Datenverarbeitung gegenüber dem Auftragnehmer zu erteilen. Weisungen können

0 schriftlich per Post
0 schriftlich per E-Mail
0 mündlich

erfolgen. Der Auftraggeber soll mündliche Weisungen, sofern diese in diesem Ver-trag für Weisungen zulässig sind, unverzüglich in Textform (z.B. E-Mail) gegenüber dem Auftragnehmer bestätigen.
3.5. Regelungen über eine etwaige Vergütung von Mehraufwänden, die durch ergänzen-de Weisungen des Auftraggebers beim Auftragnehmer entstehen, bleiben unberührt.
3.6. Der Auftraggeber informiert den Auftragnehmer unverzüglich, wenn er Fehler oder Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit der Verarbeitung personenbezogener Daten durch den Auftragnehmer feststellt.
3.7. Für den Fall, dass eine Informationspflicht gegenüber Dritten nach § 42a BDSG, § 15a TMG und/oder § 109a TKG besteht, ist der Auftraggeber für die Erfüllung der Pflichten aus § 42a BDSG, § 15a TMG und/oder § 109a TKG verantwortlich.

4. Allgemeine Pflichten des Auftragnehmers


4.1. Der Auftragnehmer verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich im Rahmen der getroffenen Vereinbarungen und/oder unter Einhaltung der ggf. vom Auftragge-ber erteilten ergänzenden Weisungen. Zweck, Art und Umfang der Datenverarbei-tung richten sich ausschließlich nach diesem Vertrag und/oder den Weisungen des Auftraggebers. Eine hiervon abweichende Verarbeitung von Daten ist dem Auftrag-nehmer untersagt, es sei denn, dass der Auftraggeber dieser schriftlich zugestimmt hat. Der Auftragnehmer verpflichtet sich, die Datenverarbeitung im Auftrag nur in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) oder des Europäischen Wirtschafts-raums (EWR) durchzuführen.
4.2. Nicht mehr benötigte Unterlagen mit personenbezogenen Daten und Dateien dürfen erst nach vorheriger Zustimmung durch den Auftraggeber datenschutzgerecht ver-nichtet werden.
4.3. Der Auftragnehmer bestätigt, dass er einen betrieblichen Datenschutzbeauftragten i.S.d. § 4f BDSG bestellt hat und wird diesen gegenüber dem Auftraggeber schrift-lich oder in Textform (z.B. E-Mail) benennen. Die Pflicht zur Bestätigung kann im Ermessen des Auftraggebers entfallen, wenn der Auftragnehmer nachweisen kann, dass er gesetzlich nicht verpflichtet ist, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen und der Auftragnehmer nachweisen kann, dass betriebliche Regelungen bestehen, die eine Verwendung personenbezogener Daten unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften sowie der Regelungen dieses Vertrages gewährleisten.
4.4. Der Auftragnehmer sichert im Bereich der auftragsgemäßen Verarbeitung von per-sonenbezogenen Daten die vertragsmäßige Abwicklung aller vereinbarten Maßnah-men zu. Er sichert zu, dass die verarbeiteten Daten von sonstigen Datenbeständen getrennt werden (vgl. Ziff. 8 der Anlage zu § 9 BDSG).
4.5. Der Auftragnehmer ist verpflichtet, sein Unternehmen und seine Betriebsabläufe so zu gestalten, dass die Daten, die er im Auftrag des Auftraggebers verarbeitet, im jeweils erforderlichen Maß gesichert und vor der unbefugten Kenntnisnahme Dritter geschützt ist. Der Auftragnehmer wird Änderungen in der Organisation der Daten-verarbeitung im Auftrag, die für die Sicherheit der Daten erheblich sind, vorab mit dem Auftraggeber abstimmen.
4.6. Der Auftragnehmer wird den Auftraggeber unverzüglich darüber informieren, wenn eine vom Auftraggeber erteilte Weisung nach seiner Auffassung gegen gesetzliche Regelungen verstößt. Der Auftragnehmer ist berechtigt, die Durchführung der be-treffenden Weisung solange auszusetzen, bis diese durch den Auftraggeber bestä-tigt oder geändert wird.
4.7. Der Auftragnehmer ist verpflichtet, dem Auftraggeber jeden Verstoß gegen daten-schutzrechtliche Vorschriften oder gegen die getroffenen vertraglichen Vereinba-rungen und/oder die erteilten Weisungen des Auftraggebers unverzüglich mitzutei-len, der im Zuge der Verarbeitung von Daten durch ihn oder andere mit der Verar-beitung beschäftigten Personen erfolgt ist. Ferner wird der Auftragnehmer den Auf-traggeber unverzüglich darüber informieren, wenn eine Aufsichtsbehörde nach § 38 BDSG gegenüber dem Auftragnehmer tätig wird und dies auch eine Kontrolle der Verarbeitung, die der Auftragnehmer im Auftrag des Auftraggebers erbringt, betref-fen kann.
4.8. Für den Fall, dass der Auftragnehmer feststellt oder Tatsachen die Annahme be-gründen, dass von ihm für den Auftraggeber verarbeitete
 besondere Arten personenbezogener Daten (§ 3 Absatz 9) oder
 personenbezogene Daten, die einem Berufsgeheimnis unterliegen oder
 personenbezogene Daten, die sich auf strafbare Handlungen oder Ord-nungswidrigkeiten oder den Verdacht strafbarer Handlungen oder Ord-nungswidrigkeiten beziehen oder
 personenbezogene Daten zu Bank- oder Kreditkartenkonten

unrechtmäßig übermittelt oder auf sonstige Weise Dritten unrechtmäßig zur Kennt-nis gelangt sind, hat der Auftragnehmer den Auftraggeber unverzüglich und voll-ständig über Zeitpunkt, Art und Umfang des Vorfalls/der Vorfälle in Schriftform oder Textform (Fax/E-Mail) zu informieren. Die Information muss eine Darlegung der Art der unrechtmäßigen Kenntniserlangung enthalten. Die Information soll zusätzlich ei-ne Darlegung möglicher nachteiliger Folgen der unrechtmäßigen Kenntniserlangung beinhalten. Der Auftragnehmer ist darüber hinaus verpflichtet, unverzüglich mitzutei-len, welche Maßnahmen durch den Auftragnehmer getroffen wurden, um die un-rechtmäßige Übermittlung bzw. unbefugte Kenntnisnahme durch Dritte künftig zu verhindern.
4.9. Die Verarbeitung von Daten im Auftrag des Auftraggebers außerhalb von Betriebs-stätten des Auftragnehmers oder Subunternehmern ist nur mit Zustimmung des Auf-traggebers in Schriftform oder Textform zulässig. Eine Verarbeitung von Daten für den Auftraggeber in Privatwohnungen ist nur mit Zustimmung des Auftraggebers in Schriftform oder Textform im Einzelfall zulässig.
4.10. Der Auftragnehmer wird die Daten, die er im Auftrag für den Auftraggeber verarbei-tet, auf geeignete Weise kennzeichnen. Sofern die Daten für verschiedene Zwecke verarbeitet werden, wird der Auftragnehmer die Daten mit dem jeweiligen Zweck kennzeichnen.
4.11. An der Erstellung der Verfahrensverzeichnisse durch den Auftraggeber hat der Auf-tragnehmer mitzuwirken. Er hat dem Auftraggeber die jeweils erforderlichen Anga-ben in geeigneter Weise mitzuteilen.

5. Kontrollbefugnisse

5.1. Der Auftragnehmer verpflichtet sich, bei der Datenverarbeitung das Datengeheimnis gemäß derzeit § 5 BDSG und das Fernmeldegeheimnis gemäß derzeit § 88 Tele-kommunikationsgesetz (TKG) zu wahren. Er verpflichtet sich im Übrigen, die jeweils geltenden gesetzlichen Datenschutzbestimmungen zu beachten, derzeit insbesonde-re die des BDSG, des TKG und des Telemediengesetzes (TMG).
5.2. Der Auftragnehmer bestätigt, dass ihm die einschlägigen datenschutzrechtlichen Vorschriften bekannt sind, und sichert zu, dass er die bei der Durchführung der Ar-beiten beschäftigten Mitarbeiter nachweislich zuvor mit den für sie maßgebenden Bestimmungen des Datenschutzes vertraut macht und insbesondere auf das Daten-geheimnis gemäß § 5 BDSG und das Fernmeldegeheimnis nach § 88 TKG ver-pflichtet. Er überwacht im Übrigen die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vor-schriften.
5.3. Die Verpflichtung zum Datengeheimnis und Fernmeldegeheimnis gilt auch nach Be-endigung dieser Vereinbarung fort.

6. Unterauftragsverhältnisse

6.1. Die Beauftragung von Subunternehmen durch den Auftragnehmer ist nur mit schrift-licher Zustimmung des Auftraggebers zulässig. Der Auftragnehmer wird alle bereits zum Vertragsschluss bestehenden Unterauftragsverhältnisse in der „Anlage 1“ zu diesem Vertrag angeben.
6.2. Der Auftragnehmer hat den Subunternehmer sorgfältig auszuwählen und vor der Beauftragung zu prüfen, dass dieser die zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer getroffenen Vereinbarungen einhalten kann. Der Auftragnehmer hat insbesondere vorab und regelmäßig während der Vertragsdauer zu kontrollieren, dass der Subun-ternehmer die nach § 9 BDSG erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten getroffen hat. Das Ergebnis der Kontrolle ist vom Auftragnehmer zu dokumentieren und auf Anfrage dem Auftragge-ber zu übermitteln. Der Auftragnehmer ist verpflichtet, sich vom Subunternehmer bestätigen zu lassen, dass dieser einen betrieblichen Datenschutzbeauftragten i.S.d. § 4f BDSG bestellt hat. Für den Fall, dass kein Datenschutzbeauftragter beim Subunternehmer bestellt ist, hat der Auftragnehmer den Auftraggeber hierauf hinzu-weisen.
6.3. Der Auftragnehmer hat sicherzustellen, dass die in diesem Vertrag vereinbarten Regelungen und ggf. ergänzende Weisungen des Auftraggebers auch gegenüber den Subunternehmern gelten. Der Auftragnehmer hat die Einhaltung dieser Pflichten regelmäßig zu kontrollieren.
6.4. Die Verpflichtung des Subunternehmens muss schriftlich erfolgen. Dem Auftragge-ber ist die schriftliche Verpflichtung auf Anfrage in Kopie zu übermitteln.
6.5. Der Auftragnehmer ist insbesondere verpflichtet, durch vertragliche Regelungen si-cherzustellen, dass die Kontrollbefugnisse (Ziff. 5 dieses Vertrages) des Auftragge-bers und von Aufsichtsbehörden auch gegenüber dem Unterauftragnehmer gelten und entsprechende Kontrollrechte von Auftraggeber und Aufsichtsbehörden verein-bart werden. Es ist zudem vertraglich zu regeln, dass der Unterauftragnehmer diese Kontrollmaßnahmen und etwaige Vor-Ort-Kontrollen zu dulden hat.
6.6. Nicht als Unterauftragsverhältnisse i.S.d. Absätze 1 bis 5 sind Dienstleistungen an-zusehen, die der Auftragnehmer bei Dritten als reine Nebenleistung in Anspruch nimmt, um die geschäftliche Tätigkeit auszuüben. Dazu gehören beispielsweise Reinigungsleistungen, reine Telekommunikationsleistungen ohne konkreten Bezug zu Leistungen, die der Auftragnehmer für den Auftraggeber erbringt, Post- und Ku-rierdienste, Transportleistungen, Bewachungsdienste. Der Auftragnehmer ist gleichwohl verpflichtet, auch bei Nebenleistungen, die von Dritten erbracht werden, Sorge dafür zu tragen, dass angemessene Vorkehrungen und technische und orga-nisatorische Maßnahmen getroffen wurden, um den Schutz personenbezogener Da-ten zu gewährleisten. Wartungs- und Prüfungsleistungen i.S.d. § 11 Abs. 5 BDSG stellen zustimmungspflichtige Unterauftragsverhältnisse dar, soweit die Wartung und Prüfung solche IT-Systeme betrifft, die auch im Zusammenhang mit der Erbrin-gung von Leistungen für den Auftragnehmer genutzt werden.

7. Datengeheimnis

7.1. Der Auftragnehmer ist bei der Verarbeitung von Daten für den Auftraggeber zur Wahrung des Datengeheimnisses im Sinne des § 5 BDSG verpflichtet. Der Auftrag-nehmer verpflichtet sich, die gleichen Geheimnisschutzregeln zu beachten, wie sie dem Auftraggeber obliegen. Der Auftraggeber ist verpflichtet, dem Auftragnehmer etwaige besondere Geheimnisschutzregeln mitzuteilen.
7.2. Der Auftragnehmer sichert zu, dass ihm die jeweils geltenden datenschutzrechtli-chen Vorschriften bekannt sind und er mit der Anwendung dieser vertraut ist. Der Auftragnehmer sichert ferner zu, dass er die bei der Durchführung der Arbeiten be-schäftigten Mitarbeiter mit den für sie maßgeblichen Bestimmungen des Daten-schutzes vertraut macht und diese auf das Datengeheimnis i.S.d. § 5 BDSG ver-pflichtet werden. Sofern der Auftragnehmer im Zusammenhang mit Leistungen für den Auftraggeber an der Erbringung geschäftsmäßiger Telekommunikationsdienste mitwirkt, ist er verpflichtet, die hieran beteiligten Beschäftigten schriftlich auf das Fernmeldegeheimnis i.S.d. § 88 TKG zu verpflichten.

8. Wahrung von Betroffenenrechten

8.1. Der Auftraggeber ist für die Wahrung der Betroffenenrechte allein verantwortlich.
8.2. Soweit eine Mitwirkung des Auftragnehmers für die Wahrung von Betroffenenrech-ten - insbesondere auf Auskunft, Berichtigung, Sperrung oder Löschung - durch den Auftraggeber erforderlich ist, wird der Auftragnehmer die jeweils erforderlichen Maßnahmen nach Weisung des Auftraggebers treffen.
8.3. Regelungen über eine etwaige Vergütung von Mehraufwänden, die durch Mitwir-kungsleistungen im Zusammenhang mit Geltendmachung von Betroffenenrechten gegenüber dem Auftraggeber beim Auftragnehmer entstehen, bleiben unberührt.

9. Geheimhaltungspflichten

9.1. Beide Parteien verpflichten sich, alle Informationen, die sie im Zusammenhang mit der Durchführung dieses Vertrages erhalten, zeitlich unbegrenzt vertraulich zu be-handeln und nur zur Durchführung des Vertrages zu verwenden. Keine Partei ist be-rechtigt, diese Informationen ganz oder teilweise zu anderen als den soeben ge-nannten Zwecken zu nutzen oder diese Information Dritten zugänglich zu machen.
9.2. Die vorstehende Verpflichtung gilt nicht für Informationen, die eine der Parteien nachweisbar von Dritten erhalten hat, ohne zur Geheimhaltung verpflichtet zu sein, oder die öffentlich bekannt sind.

10. Vergütung

Die Vergütung des Auftragnehmers wird gesondert vereinbart.

11. Technische und organisatorische Maßnahmen zur Datensicherheit

11.1. Der Auftragnehmer verpflichtet sich gegenüber dem Auftraggeber zur Einhaltung der technischen und organisatorischen Maßnahmen, die zur Einhaltung der anzu-wendenden Datenschutzvorschriften erforderlich sind.
11.2. Der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses bestehende Stand der technischen und organisatorischen Maßnahmen ist als „Anlage 1“ zu diesem Vertrag beigefügt. Die Parteien sind sich darüber einig, dass zur Anpassung an technische und rechtliche Gegebenheiten Änderungen der technischen und organisatorischen Maßnahmen er-forderlich werden können. Wesentliche Änderungen, die die Integrität, Vertraulich-keit oder Verfügbarkeit der personenbezogenen Daten beeinträchtigen können, wird der Auftragnehmer im Vorwege mit dem Auftraggeber abstimmen. Maßnahmen, die lediglich geringfügige technische oder organisatorische Änderungen mit sich brin-gen und die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit der personenbezogenen Da-ten nicht negativ beeinträchtigen, können vom Auftragnehmer ohne Abstimmung mit dem Auftraggeber umgesetzt werden. Der Auftraggeber kann jederzeit eine aktuelle Fassung der vom Auftragnehmer getroffenen technischen und organisatorischen Maßnahmen anfordern.

12. Dauer des Auftrags

12.1. Die Laufzeit dieser Vereinbarung entspricht der Laufzeit des Hauptvertrages. Sollten Leistungen auch noch nach der Laufzeit des Hauptvertrags erbracht werden, gelten die Regelungen dieser Vereinbarung auch für diese weitere Leistungserbringung für die gesamte Dauer der tatsächlichen Kooperation fort.
12.2. Der Auftraggeber kann den Vertrag jederzeit ohne Einhaltung einer Frist kündigen, wenn ein schwerwiegender Verstoß des Auftragnehmers gegen die anzuwendenden Datenschutzvorschriften oder gegen Pflichten aus diesem Vertrag vorliegt, der Auf-tragnehmer eine Weisung des Auftraggebers nicht ausführen kann oder will oder der Auftragnehmer den Zutritt des Auftraggebers oder der zuständigen Aufsichtsbe-hörde vertragswidrig verweigert.

13. Beendigung

13.1. Nach Beendigung des Vertrages hat der Auftragnehmer sämtliche in seinen Besitz gelangten Unterlagen, Daten und erstellten Verarbeitungs- oder Nutzungsergebnis-se, die im Zusammenhang mit dem Auftragsverhältnis stehen, dem Auftraggeber auszuhändigen. Die Datenträger des Auftragnehmers sind danach physisch zu lö-schen. Dies betrifft auch etwaige Datensicherungen beim Auftragnehmer. Die Lö-schung ist in geeigneter Weise zu dokumentieren. Test- und Ausschussmaterial ist unverzüglich zu vernichten oder physisch zu löschen.
13.2. Der Auftraggeber hat das Recht, die vollständige und vertragsgemäße Rückgabe und Löschung der Daten beim Auftragnehmer zu kontrollieren. Dies kann auch durch eine Inaugenscheinnahme der Datenverarbeitungsanlagen in der Betriebsstät-te des Auftragnehmers erfolgen. Die Vor-Ort-Kontrolle soll mit angemessener Frist durch den Auftraggeber angekündigt werden.

14. Schlussbestimmungen

14.1. Im Übrigen gelten ergänzend die Schlussbestimmungen aus den jeweiligen Allge-meinen Geschäftsbedingungen.
14.2. Für Nebenabreden ist die Schriftform erforderlich.
14.3. Sollten einzelne Teile dieses Vertrages unwirksam sein, so berührt dies die Wirk-samkeit der übrigen Regelungen des Vertrages nicht.

 

Anlage 1

Technische und organisatorische Maß-nahmen des Auftragnehmers gemäß § 9 BDSG

So sicher sind Ihre Daten bei der PVCRM GmbH


Das Thema Cloud Computing überschwemmte den IT-Markt in den letzten Jahren wie kein anderes. Zwar war das Modell der Softwarenutzung über einen Webbrowser und das Hosting von Daten in firmenexternen Rechenzentren bereits unter den Namen "ASP" oder "SaaS" be-kannt, jedoch etablierte erst der Begriff "Cloud" diese Variante des Softwarebezugs - gegen-über dem traditionellen Software-Lizenzmodell zum Kauf - vollends.

Doch mit steigendem Interesse an Cloud-Lösungen gab es auch immer mehr Fragen zu Da-tensicherheit und Datenschutz, was diese Themen zu fundamentalen Kriterien machte. Auch die Flut an veröffentlichten Artikeln mit diesem inhaltlichen Hintergrund bezeugt diesen Trend.

Unsere Partner in Sachen Cloud-Lösungen ist die Firma Claranet. Die Claranet Managed Cloud, nach ISO 27001 zertifiziert, entspricht optimal den hohen Architektur- und Sicherheits-anforderungen einer Enterprise-IT. Sie wird auf einer hochverfügbaren Enterprise-Grade-Infrastruktur auf der Basis modernster Technologie im eigenen Frankfurter Rechenzentrum betrieben.

Ausschlaggebende Sicherheitsvorteile


1. Europäisches Datenschutzrecht: Daten in deutschen Rechenzentren
Die PVCRM GmbH ist ein deutscher Softwarehersteller und hat somit auch rechtlich seinen Firmensitz in Deutschland. Damit unterliegt PVCRM automatisch den Datenschutzbestimmun-gen des europäischen Datenschutzrechts. Das heißt für Sie, Ihre Daten liegen in deutschen (europäischen) Rechenzentren und dürfen diese auch nicht verlassen. Anders verhält es sich bei Anbietern, die Ihre Kundendaten zwar auch in europäischen Rechenzentren hosten, ihren Firmensitz jedoch in den USA haben. Für diese Firmen gilt das dortige Gesetz. Damit dürfen US-amerikanische Behörden und Regierungsstellen ohne Ihre vorherige Zustimmung auf die gespeicherten Daten (auch in europäischen Rechenzentren) zugreifen. Mit der PVCRM GmbH als deutschen Hersteller vermeiden Sie dieses Risiko.

2. Paragraph 11 BDSG: Anwendung der Auftragsdatenverarbeitung
Für Cloud-Anwendungen gilt das Auftragsdatenverarbeitungsgesetz laut Paragraph 11 BDSG in dem die Verarbeitung und Speicherung der Daten geregelt ist. Mit Ihrem Auftrag erteilen Sie uns direkt die Genehmigung zur Speicherung der personenbezogenen Daten. Eine Verarbei-tung Ihre Daten nehmen wir selbst nicht vor. Wir liefern Ihnen lediglich das Werkzeug mit dem Sie Ihre Daten selbst verarbeiten können. Wir garantieren Ihnen so das Eigentum an Ihren Kundendaten und die alleinigen Rechte, damit sind ausschließlich Sie für den Datenschutz Ihrer Daten weiterhin verantwortlich. Wir besitzen mit Ihrem Auftrag nicht das Recht zur "Wei-tergabe an Dritte".

3. Paragraph 9 BDSG: Erfüllen Sie mit uns die "8 Gebote des Datenschutzes" für Cloud Computing!
Laut Gesetz müssen Sie als Auftraggeber die Voraussetzungen für die Auftragsdatenverarbei-tung prüfen. Das heißt, Sie müssen uns als Vertragspartner unter besonderer Berücksichti-gung der Eignung der von uns getroffenen technischen und organisatorischen Maßnahmen per Paragraf 9 BDSG sorgfältig prüfen. Dazu regelt die Anlage des genannten Paragrafen (§ 9 Satz 1) die Kriterien. Wir helfen Ihnen gern dabei und zeigen Ihnen, mit welchen professionel-len Maßnahmen wir Sie unterstützen den Paragraf 9 einzuhalten:

1. (Zutrittskontrolle) Unbefugten ist der Zutritt zu unseren zertifizierten Datenverarbeitungsan-lagen nicht gewährt. Unseres Gebäude ist unteranderem mit folgenden Sicherheit Vorrichtun-gen abgesichert:
  • Alarmanlage
  • Absicherung von Gebäudeschächten
  • Automatisches Zugangskontrollsystem
  • Chipkarten-/Transponder-Schließsystem
  • Schließsystem mit Codesperre
  • Videoüberwachung der Zugänge
  • Sicherheitsschlösser
  • Schlüsselregelung (Schlüsselausgabe etc.)
  • Personenkontrolle beim Pförtner / Empfang
  • Sorgfältige Auswahl von Reinigungspersonal

Nur nach eine entsprechende Person / Zugangskontrolle kann ein Zutritt zur unserem Rechen-zentrums stattfinden.

2. (Zugangskontrolle) Durch von uns bereitgestellte Sicherheitsmechanismen, wie z.B.:
  • Zuordnung von Benutzerrechten
  • Erstellen von Benutzerprofilen
  • persönliches Login und Passwort
  • persönliche Sicherheitsabfrage
  • Zuordnung von Benutzerprofilen zu IT-Systemen
  • Verschlüsselung von Datenträgern in Laptops / Notebooks
ermöglichen wir Ihnen die Sichere Nutzung des Systems und sorgen das dass Unbefugter Zugriff  verhindert wird.

3. (Zugriffskontrolle) Unsere umfassende administrative Rechtevergabe für Gruppen und Benutzer reicht bis hin zum personenbezogenen Lese-, Bearbeitungs- und Schreibschutz ( siehe „Rechten“), Kontakten, Projekten oder auch Ordnern und Dokumenten. Somit können Sie detailliert einstellen, dass "Berechtigte ausschließlich auf die ihrer Zugriffsberechtigung unter-liegenden Daten zugreifen können"

4. (Weitergabe Kontrolle) Durch unsere SSL-Verschlüsselung besteht eine gesicherte und verschlüsselte Datenübertragung zwischen Server und Client. Somit können die Daten wäh-rend ihres Transportes nicht unbefugt gelesen, kopiert, verändert oder entfernt werden.

5. (Eingabekontrolle) Durch unseren Überschreibschutz und dem rechtespezifischen Schutz vor unbefugtem Löschen von Dokumenten und Objekten gewährleistet unser System, "dass nach-träglich überprüft und festgestellt werden kann, ob und von wem personenbezogene Daten in Datenverarbeitungssysteme eingegeben, verändert oder entfernt worden sind".

6. (Auftrags Kontrolle). Mit Ihrem Auftrag haben Sie uns nur die Speicherung Ihrer Daten und die Auslieferung unseres Systems als Werkzeug genehmigt. Eine Verarbeitung Ihrer Daten nehmen wir nicht vor. Somit verlangen wir niemals die Zusendung von Kundedaten oder Ihren Passwörtern. Sollten Sie uns diese doch aus Versehen mitteilen, sind all unsere Mitarbeiter geschult, jederzeit vertraulich mit diesen Informationen umzugehen.

7. (Verfügbarkeitskontrolle) Ihre Daten sind gegen zufällige Zerstörung oder Verlust geschützt durch eine systeminterne Backup-Funktion von bis zu 30 Tagen sowie separate Backup-Server zur täglichen Datensicherung mit 7-tägiger Vorhaltedauer.

8. (Trennungskontrolle) Unser System bietet Ihnen die Möglichkeit, zu unterschiedlichen Zwecken erhobene Daten getrennt zu verarbeiten.
 
UIT